Faire Gebote: Wie wir gegen Shill Bidding vorgehen

Jedes Gebot basiert auf Vertrauen: Du vertraust darauf, dass der Preis, den du siehst, echt ist und von Leuten festgelegt wurde, die den Artikel genauso gerne haben möchten wie du. Vielleicht denkt man, das wäre selbstverständlich, aber jedes Gebot ist hier entscheidend. Deshalb setzen wir uns seit jeher für faire Gebote ein und zeigen dir heute, was wir erreicht haben.

Falls dir der Begriff nicht geläufig ist: Shill Bidding steht für Scheingebote, also Gebote ohne echte Kaufabsicht, die nur dazu dienen, den Preis hochzutreiben. Manchmal bietet ein Verkäufer auf sein eigenes Produkt. Manchmal übernimmt das ein Freund, ein Mitarbeiter oder ein Moderator in seinem Auftrag. So oder so: Es ist kein echtes Gebot, und es untergräbt das Vertrauen aller anderen.

Shill Bidding ist nicht neu.
Unsere Signale schon.

Scheingebote gibt es, seit es Auktionen gibt. Lange vor dem Internet passierte das live im Raum: ein Nicken zu jemandem im Publikum, eine stille Absprache, bevor bestimmte Stücke aufgerufen wurden. In einem vollen Raum war das leicht zu übersehen und schwer zu beweisen.

Online-Auktionen ändern das. Jedes Gebot liefert Informationen: das Konto dahinter, die Geräte-ID, wie es mit anderen Konten verknüpft ist und wie es zu dem sonstigen Verhalten der bietenden Person passt. Wir können Beziehungen zwischen Konten zuordnen, Muster von Geboten und Rücknahmen gegen das abgleichen, was normal ist und Auffälligkeiten in einer Geschwindigkeit erkennen, die kein Auktionshaus je erreichen könnte. Das gibt uns etwas, das kein Auktionator in der realen Welt je hatte: die Möglichkeit, Muster hinter Manipulation zu erkennen und zu handeln, bevor Schaden entsteht.

Was Fortschritt bedeutet

Um Shill Bidding zu bekämpfen, müssen Menschen und Maschinen zusammenarbeiten. Letztes Jahr haben wir unser Trust & Safety Team mehr als verdoppelt. Es ist jetzt das größte Team im Unternehmen. Das heißt: Mehr Data Scientists und Machine-Learning-Ingenieure entwickeln neue Wege zur Erkennung von Manipulation. Mehr Ingenieure, die automatisierte Systeme entwickeln, reagieren rund um die Uhr auf diese Signale und mehr erfahrene Ermittler untersuchen die Fälle, die Automatisierung allein nicht lösen kann. Bestätigt sich ein Verdacht auf Shill Bidding, greifen wir durch, bis hin zur zeitweisen Sperrung oder dem dauerhaften Ausschluss von Konten, die Auktionen manipulieren.

Und es zeigt Wirkung. In den letzten sechs Monaten haben wir: 

  • Shill Bidding um fast 80 % reduziert,

  • die Zahl der Signale, mit denen wir Shill Bidding proaktiv erkennen, verfünffacht,

  • Meldungen zu Shill Bidding insgesamt um 45 % gesenkt

Die letzte Zahl beobachten wir sehr genau. Unsere Community ist aufmerksam: Käufer verfolgen jede Auktion live und merken, wenn etwas nicht stimmt. Ihre Meldungen sind deshalb einer der besten unabhängigen Gradmesser, die wir haben.  Es sind nicht nur unsere eigenen Modelle, die ihre Arbeit bewerten, sondern Millionen aufmerksamer Käufer, die uns sagen, ob sich eine Auktion fair anfühlt. Wenn weniger von ihnen verdächtige Gebote melden, obwohl gleichzeitig mehr Menschen bieten als je zuvor, ist das ein echter Fortschritt.

Was wir nicht zeigen können 

Diesen Beitrag zu schreiben heißt, eine Grenze zu wahren. Wir wollen offen über Scheingebote sprechen, aber es gibt vieles, das wir nicht im Detail erklären können. Je mehr wir über unsere Modelle verraten, über die Verhaltenssignale, die dort einfließen, wie wir Auffälligkeiten in Gebotsmustern erkennen oder wie wir verdeckte Verbindungen zwischen Konten aufdecken, desto leichter machen wir es Betrügern, sich darauf einzustellen.

Diese Arbeit hört nie auf

Faire Gebote, das zu bekommen, wofür man bezahlt hat, und eine echte Community: Das ist der Anspruch, mit dem Whatnot aufgebaut wurde, und der Maßstab, an dem wir uns messen lassen. Wir haben echte Fortschritte gemacht, aber wir sind noch nicht fertig. Wir hören weiter zu und investieren kontinuierlich, um euch die beste Erfahrung zu bieten. Hier werden wir weiterhin über unsere Fortschritte berichten.

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